MIKA BANKOMAT

Michaela Andrae (*1989 in München) arbeitet an der Grenze zur Unprofessionalität. 2019 absolvierte sie mit Auszeichnung die Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2020 ist Linz ihr Lebensmittelpunkt, verknüpft mit einem Studium an der Kunstuniversität Linz im Masterstudiengang Timebased Media. Sie ist in verschiedenen kulturellen Orten der Stadt aktiv, im Kulturverein KAPU und als Bookerin im Cafe Strom der Stadtwerkstatt Linz.

Unter dem Pseudonym Mika Bankomat prüft sie Soundstrukturen auf ihre politische Schlagkraft. Dabei ist sie mit einem musikalischen Fokus auf Disharmonie, Antimusik, Noise und Verwirrung in verschiedenen Gruppierungen aktiv. In ihren Soundperformances arbeitet sie mit selbstgebauten Instrumenten, Field Recordings, Orten, Gesten, Bewegungsabläufen, Haltungen und der Eigenresonanz von Materialien. In ihren konzeptuellen Arbeiten wird die Erörterung gesellschaftspolitischer Strukturen übertragen auf konkrete Orte, Materialien und physikalische Phänomene. In audiovisuellen, performativen und skulpturalen Übersetzungen untersucht sie Momente des Scheiterns, der Irritation, der Berührung sowie Bruchstellen und den Kollaps von Systemen. Für ihre Arbeiten wurde sie 2016 mit dem Karl & Faber Preis der Stiftung Kunstakademie München und 2019 mit dem Examenspreis für herausragende künstlerische Leistungen ausgezeichnet.